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Mondaine hat den Nachhaltigkeitsgedanken in ihrer DNA. Und bleibt diesem stets treu!

Mondaine - die nachhaltige Pionierin im Uhren Business

Mondaine ist mir ans Herz gewachsen! Ich hatte nämlich das Glück über ein Jahr mit dieser tollen Schweizer Firma zusammen arbeiten zu dürfen und wurde nachhaltig (im wahrsten Sinne des Wortes) von ihren Geschäftstätigkeiten beeindruckt. Mit langer Schweizer Tradition haben sie nicht nur ein grosses Gespür für schlichtes und zeitloses Design, sondern tragen auch den Gedanken der Nachhaltigkeit in ihrer DNA. 

So ist es für Mondaine selbstverständlich, dass sie ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit Schritt für Schritt erweitern und vertiefen - vorbildlich, wie ich finde! Zum Abschluss unserer Zusammenarbeit durfte ich dem sympathischen CEO von Mondaine, André Bernheim, ein paar Fragen stellen.

 

Lieber André, herzlichen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, mir ein paar Fragen zu Mondaine und insbesondere zum Thema Nachhaltigkeit in eurer Firma zu beantworten. Gerne würde ich aber mit einer Frage zu dir persönlich starten: Kannst du kurz ein paar Worte zu dir, deinem Werdegang und deine Verbindung zu Mondaine sagen?

Aufgewachsen in Meilen. Nach dem Gymi habe ich an er HSG St.Gallen Wirtschaft studiert und dann eineinhalb Jahre im Ausland verbracht (Deutschland, USA und Brasilien). 1986 bin ich in unsere Familienfirma Mondaine Watch Ltd. eingetreten und war in verschiedenen Bereichen tätig. Von Supply Chain, Technik bis zum Einkauf. 2002 übernahm ich als CEO die Leitung von Mondaine Watch Ltd., mein Bruder zeichnete für strategische Tätigkeiten und Projekte verantwortlich (bspw. neue Fabrik, Kauf von Luminox).


Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich und vor allem auch im Kontext von Mondaine? Wie definiert ihr Nachhaltigkeit?

Vorerst ist es eine Lebenshaltung. Mondaine hat bereits im Jahr 1973 die erste Solaruhr hergestellt, dann in den Neunzigern nur noch Metallgehäuse aus 100% post-consumer recyceltem Metall verwendet. Diverse Materialien werden seit Jahrzehnten getrennt gesammelt und zur Entsorgung gebracht. 2016 führten wir die «Mondaine SBB essence» ein, die weltweit erste Uhr basierend auf nachhaltigen Materialien wie Rizinusöl. Es geht uns auch darum ein Zeichen zu setzen. Wenn wir als KMU etwas bewegen können, müssten es die Grossen erst recht können. Wir gehen Schritt für Schritt in die ‚bessere‘ Richtung. Auch pflegen wir Partnerschaften, wie WfW (Wasser für Wasser, eine NGO). Diese soll nicht nur sie unterstützen, sondern auch uns durch deren gebrandete WfW-Gläser jeden Tag daran erinnern, noch besser zu werden. Ich selbst lasse mir gerade eine PV-Anlage und Erdsonde montieren, ein E-Auto wird sicher auch folgen, mein Bruder hat bereits eins.


Heute verwendet ihr den Begriff Nachhaltigkeit sehr bewusst und eure Aktivitäten in diesem Bereich werden sehr klar kommuniziert. Was sind die neuesten Entwicklungen bei Mondaine im Bereich Nachhaltigkeit? 

Wir testen und forschen weiter, vor allem im Bereich Lederbänder. Wir verwenden für unsere Uhren keine „Lederkühe“ (Kühe die nur fürs Leder gezüchtet/geschlachtet werden) und versuchen mit Abfallleder, welches sonst verbrannt würde, zu arbeiten. Auch setzen wir stark auf Ersatzmaterialien wie Hanf, Papier, Kork, Rizinus, PET und neuerdings auch „Ocean Waste“ bei Luminox. Auch in der Supply Chain versuchen wir unsere Lieferanten vor allem in Asien Schritt für Schritt in Richtung mehr Umweltbewusstsein zu führen. Weniger Abfall, Recycling, Strom/Wasser einsparen, etc. Auch achten wir bei ihnen stark auf soziale Aspekte (Gerechtigkeit, Gleichheit, etc. gemäss unserem Code of Conduct).

 

Was sind die Herausforderungen als grosse Firma einen nachhaltigeren Weg einzuschlagen? Macht ihr viele Abstriche?

Wir sind keine grosse Firma, sondern ein KMU, da haben wir es manchmal einfacher, Dinge durchzuführen. Ganz einfach, weil wir agiler handeln können und nicht börsenabhängig sind. Die Uhrenindustrie hinkt anderen Industrien in punkto Nachhaltigkeit nach. Wir müssen darum oft in anderen Branchen recherieren. So um beispielsweise ökologisch besseres Material zu finden.


Wieso kümmert Mondaine das Thema Nachhaltigkeit überhaupt? Was bewegt euch dazu, euch in diesem Bereich kontinuierlich zu verbessern? 

Vor allem weil es richtig und wichtig ist. Für uns persönlich als Inhaber, und auch gesellschaftlich. Es kann uns nicht egal sein ob die Welt unserer Kinder und Enkel noch eine lebenswert ist. Wir haben es über Jahrzehnte verbockt, jetzt ist höchste Zeit umzudenken, zu handeln, jeder Einzelne, jede einzelne Firma, Politik, etc.
 

Ihr habt schon seit einiger Zeit die nachhaltige Kollektion mit dem Namen "essence" bei euch im Sortiment. Was unterscheidet die Kollektion von euren anderen konventionellen Modellen? 

Die Mondaine SBB essence ist die weltweit erste Uhr aus Rizinus-Verbundmaterial, und erfüllt trotzdem alle hohen ästhetischen und technischen Ansprüche. Sie ist zudem unsere günstigste Mondaine-Bahnhofsuhr im Sortiment. Die essence-Kollektion eröffnet ein neues Zielpublikum; jünger, aufgeschlossener und nachhaltig denkend. Da die Uhr zudem mit Solarstrom hergestellt wird, ist das Produkt auch glaubwürdig und ‚besser‘ als alle anderen Uhren in diesem Segment weltweit.


Plant ihr, eines Tages euer gesamtes Angebot à la essence zu produzieren? Wenn ja, was sind die Schritte? Wieso sind nicht heute schon alle Modelle nachhaltig? Wenn nein, warum? 

Nein, Stahl ist wichtig in der Uhrenindustrie, aber auch da suchen wir nach Verbesserungen, mehr möchte ich dazu noch nicht sagen.


Kann eine Uhr überhaupt komplett nachhaltig sein? Oder was macht sie besonders nachhaltig? 

Die einzige nachhaltige Uhr ist...keine Uhr, aber auch kein Handy. Wir können nur versuchen, immer nachhaltigere Materialien zu suchen, testen und einzuführen, weniger Abfall zu produzieren und natürlich vermehrt auf Ökostrom zu setzen. Auch haben wir weltweit das erste Uhrenrecyclingangebot. Dabei können Konsumentinnen und Konsumenten ihre alte Uhr, egal welcher Marke, Mondaine Watch Ltd. zum recyclieren schicken (ausser Plastikuhren von anderen Anbietern).

 

Ihr seid kürzlich eine Partnerschaft mit der Nonprofit-Organisation Fairventures eingegangen. Wieso Fairventures und was ist eure Rolle und euer Ziel mit dieser Zusammenarbeit? Dazu gehört auch die We Care Collection - was ist so speziell an diesen Uhren? 

Wir suchten nach einer NGO, welche vertrauenswürdig aufforstet, und das auch noch mit sozialen Komponenten verbindet. Es gibt leider einige solcher Organisationen, die nicht vertrauenswürdig sind. Fairventures wurde uns von einem WWF-Kontakt empfohlen, wir führten Gespräche und schauten wie sie arbeiten. Mit Ihnen zu arbeiten ist angenehm. Fairventures ist klein genug um agil zu handeln und dennoch gross genug um etwas erreichen zu können.
 
Die WE CARE-Modelle sind die ersten in der Reihe mit welcher wir Fairventures unterstützen. CHF 20.00 pro verkaufte Uhr fliessen an die NGO. Das Gehäuse ist aus unserem Rizinus-Verbundmaterial hergestellt, das Band aus PET Nylon, die Verpackung aus PET Filz mit einem 2. Nutzen als Handy- oder Brillenetui. Wir wollen damit unseren Importeuren, Händlern, Konsumentinnen und Konsumenten zeigen, dass wir an vorderster Front sind punkto Nachhaltigkeit auch wirklich was tun – vom Material des Gehäuses, Bandes und Verpackung über die Herstellung mit Solarstrom, und am Ende des langen Lebenszyklus auch an die Entsorgung der Uhr denken. Dies ist wohl einzigartig in der Uhrenindustrie.
 

Nachhaltigkeit gehört also zur DNA von Mondaine. Was sind eure Ziele für die Zukunft? Was sind eure nächsten Schritte im Bereich Nachhaltigkeit? 

Weiter forschen, testen und einführen von ‚besseren‘ Materialien, Reduktion und wiederverwenden von Materialien, Reduktion unseres CO2-Fussabdruckes auch durch kleine Schritte/Massnahmen, CO2-Neutralität als mittel-langfristiges Ziel.

 

Wieso soll ich mein Geld in eine Mondaine Uhr investieren?

Weil es zeitlose, minimalistische, moderne Uhren in ikonischem Design der Schweizer Bahnhofsuhren sind. Dazu werden sie ökologischer hergestellt als wohl die meisten, wenn nicht sogar alle anderen Uhren.

 

Was sind deine persönlichen Gedanken zum Zustand der Welt und was sind deine Prognosen für die Zukunft?

Uff, wie lange darf der Text sein...

Wir leben in einer sehr schwierigen Zeit. Krankheiten, politische Erdrutsche, welche die Demokratien angreifen, Menschenrechte werden schlechter, Diskriminierungen und Rassismus wieder stärker. Ich hoffe, dass dies eher Momentaufnahmen sind und die Menschen wieder zur Vernunft kommen, ein Mit- statt Gegeneinander.

Was die Ökologie anbetrifft hoffe ich, dass es noch sehr viele Greta’s geben wird, und Konsumentinnen und Konsumenten, welche die Wirtschaft und Politik in die richtige Richtung stossen, mit grösserer Vehemenz. Die breite Masse hat oft schon viel Positives erreicht. Ich hoffe, hier auch für uns, und vor allem für unsere Nachkommen und die Tier- und Pflanzenwelt.


Wie achtest du in deinem Alltag auf Nachhaltigkeit? Versuchst du auch privat einen kleineren Fussabdruck zu hinterlassen? Wenn ja, wie? Wenn nein, warum nicht?

Ja, aber es könnte auch noch mehr sein. Ich fliege weniger, fahre weniger Auto und dafür mehr Zug. Auch esse ich deutlich weniger Fleisch bzw. geniesse öfter auch vegetarisches/veganes Essen. Derzeit baue ich uns eine PV-Anlage aufs Haus und eine Erdsonde für die Heizung. Zudem achten wir daheim auch auf weniger Strom- und Wasserverbrauch, recyclieren was möglich ist – und drücken die Luft raus bei PET-Flaschen (sofern wir überhaupt noch solche haben). Dies ist eine Schweizer Eigenschaft, kaum ein anderes Land lässt die Luft raus - benötigt aber weniger Transportmittel, schont also auch wieder ein bisschen.

 

Danke lieber André für die spannenden Antworten! Und merci Mondaine, nicht nur für euer beeindruckendes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit, sondern auch für die schöne Zusammenarbeit! Das war ein tolles Jahr! 

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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Mondaine. Die Fotos sind teils zur Verfügung gestellt, teils von meinen eigenen Fotografen. Das Titelbild ist von Sven B. Schnyder. Das Bild mit Gitarre von Nicole Rötheli. 



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Ekkoist

ekkoist will mit Klischees aufräumen. Und dogmatisch-ideologische Hürden niederreissen. ekkoist offeriert Alternativen: farbig, bewusst, gesund, nachhaltig, aktiv, einfühlsam, neugierig, eigensinnig.. Alle ekkoist-Perlen versuchen auf irgendeine Art etwas ein wenig besser und anders zu machen. Und bereichern dein Leben positiv. Dies ist die Sammlung von mir für dich.

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